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Vereinschronik
           
  Frühjahr anno 1996 trat das Planungsteam des alljährlichen Peter-und-Paul-Festes in Delitzsch, an einige Fußballfreunde heran. Die Veranstalter des Festes suchten in diesen Reihen noch Mitwirkende in historischer Gewandung für ihren Umzug. Sie sagten schließlich zu. Während der Vorbereitung, brachte sich jeder mit seinen Ideen und Vorstellungen ein und innerhalb kürzester Zeit, wuchs die Begeisterung für die Sache so sehr, dass am 02.April 1996 aus neun Gleichgesinnten der Verein Landsknechte Delitzsch e.V. gegründet wurde.
             
  Anfangs, angelehnt an die Sage um die Türmerstochter Maria Neander, die mit ihrem Trompetenspiel die Stadt Anno 1637 vor marodierenden Schweden rettete, agierte der Verein als Beiwerk und Statisten. Zunächst etwas belächelt, wegen der eilends geschneiderten Uniformen und Gewänder, machte der Verein anlässlich des Peter und Paul Festes Anno 1996, die ersten vorsichtigen Schritte auf öffentlichem Parkett. Durch die freundliche Unterstützung eines ortsansässigen Betriebes, kam man zu einigen handgeschmiedeten Waffen, die das Bild abrundeten.
             
 
             
  Wie man noch heute in der Stadtchronik nachlesen kann, erregte die kleine Gruppe Landsknechte mit ihrer Marketenderin großes Aufsehen. Der von vielen damaligen Zeitgenossen als „fixe Idee“ wahrgenommene Verein, ließ aber zu keinem Zeitpunkt den Eindruck entstehen, ein Faschingsverein zu sein. Man ging die Sache sehr ernst an und überzeugte im Laufe der Zeit durch konsequentes Bemühen um Authentizität und Zeitnähe zum Dargestellten alle Zweifler. In den seither mehr als 1 ½ Jahrzehnten hat sich der Verein zu einer ernst genommenen, festen Größe in dieser Szene entwickelt. Mit der Organisation des militärhistorischen Teils des Peter & Paul- Festes in Delitzsch, dem Feldlager, Gefechtsdarstellungen, Umzügen und inzwischen bis zu 500 Teilnehmern aus dem In- und Ausland, wird dies alljährlich eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Zahlreiche Einladungen seitens der Veranstalter von Großevents für erlebbare Geschichte in ganz Deutschland und vielen europäischen Nachbarländern, sprechen für sich.
             
  Ziele:        
  Wir haben uns der Heimat- und Brauchtumspflege verschrieben und es uns neben der Erkundung der Geschichte des 30jährigen Krieges, insbesondere unserer Heimatstadt Delitzsch, zur Aufgabe gemacht, die Lebensumstände der Menschen in jener Zeit auf möglichst authentische Weise nachzustellen. Hierzu tragen die Mitglieder generationsübergreifend die Kleidung und die Waffen der Landsknechte. Daraus ergibt sich auch der familienfreundliche Charakter des Verein,s denn jede Rolle möchte besetzt werden. Möglichst unter Berücksichtigung von historisch belegbaren Vorgaben werden Feldlager mit Marketenderei, kleinere Scharmützel und größere Gefechte nachempfunden.

Auf keinen Fall wollen wir den Krieg „verherrlichen“ oder diesen mit verklärtem Blick „romantisieren“! Vielmehr geht es uns darum, die vielfältigen und schwierigen Anforderungen des Überlebens, die logistischen Leistungen, die Nöte und kleinen Freuden der Menschen zur Zeit des 30jährigen Krieges zu begreifen, nachzuempfinden und für andere erlebbar zu machen. Mit verschiedenen Vorführungen der Waffen- und Kriegstechnik, Schaukämpfen und Scharmützeln, dem Schaukochen nach alten Rezepten am offenen Feuer, realistischer Wunddarstellung mit Einblicken in die Arbeitsweise des Feldschers, handgemachter Musik und Liedgesang aus jener Zeit aber auch durch Gespräche mit Interessierten, versuchen wir viel Wissenswertes über jene Zeit zu vermitteln. Schul- und Kindergartengruppen besuchen uns oft auch in unseren Feldlagern – Geschichte zum Anfassen und Erleben. Bei Spielfilmaufnahmen und Reportagen des Fernsehens wurden wir mit unserem Equipment bereits mehrfach als Komparsen und Kleindarsteller verpflichtet.
             
  Der Vereinsname:      
  Mit der Wahl unseres Vereinsnamens Landsknechte Delitzsch möchten wir unsere regionale Zugehörigkeit, Liebe und Verbundenheit zu unserer Heimatstadt Delitzsch bekunden und ihren Namen und die Fahne in alle Welt tragen. Wir stellen eine Einheit von Musketieren, nebst Tross und Marketenderei dar, wie sie in jener Zeit lebte.
             
  Vereinsarbeit      
  Sämtliche Vereinsarbeit wird ehrenamtlich geleistet und es wird auch sonst keinerlei Sold gezahlt. Gem. Art. 4 des deutschen Grundgesetzes ist uns jeder Interessierte willkommen. Ein gewisses Aufnahmeprozedere, behalten wir uns dabei vor.

Sind Sie geschichtsinteressiert und schrecken nicht davor zurück, bei Wind und Wetter mit Zelt und Strohbett, Lagerfeuer und nicht unerheblicher Ausrüstung durch die Lande zu ziehen; Ihre Freizeit zu opfern, um mit Gleichgesinnten Geschichte erlebbar zu machen, dann freuen Sie sich auf kameradschaftliches Miteinander, leuchtende Kinderaugen, begeisterte Besucher und mannigfaltige Erlebnisse auf den Reisen zu den Spuren unserer Vorfahren.

Personen, die extremistisches Gedankengut verbreiten oder verbreitet haben, können nicht aufgenommen werden.